Zwei Millionen Euro investiert das Klinikum Oberberg in neuen Linearbeschleuniger

Gummersbach – Dank neuster Technik geht es für Patienten in der Strahlenheilkunde des Kreiskrankenhauses Gummersbach jetzt deutlich schneller voran. „Wir können Tumore jetzt noch präziser bestrahlen und brauchen nur noch zehn Prozent der Zeit, die wir bislang benötigt haben“, erklärt Dr. Peter Vacha, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie und Nuklearmedizin am Kreiskrankenhaus Gummersbach. Die Klinik hat für rund zwei Millionen Euro einen neuen Linearbeschleuniger angeschafft.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem neuen Gerät“, sagt Dr. Vacha nach den ersten Erfahrungen mit dem neuen Hightech-Gerät. Da die Firma Siemens keine Linearbeschleuniger mehr baut, musste das Klinikum Oberberg auf ein Gerät eines amerikanischen Herstellers wechseln. „Es gibt weltweit nur noch zwei Hersteller von Linearbeschleunigern“, erzählt Dr. Vacha. Der Wechsel funktioniere reibungslos.

Bild-Quelle: Klinikum Oberberg

„Das neue Gerät verfügt über einen eingebauten Computer Tomographen, mit dem wir die Patienten sehr präzise lagern können“, zählt der Strahlenmediziner einen weiteren Vorteil auf. Dank des integrierten CT brauchen die Medizinisch Technischen Radiologie-Assistentinnen nur noch eine Minute für die Lagerungskontrolle des Patienten und erhalten von der zu bestrahlenden Körperregion ein dreidimensionales statt wie bisher ein zweidimensionales Bild. Genauigkeit hat höchste Priorität bei der Bestrahlung, um das gesunde Gewebe, das sich um den Tumor herum befindet, so wenig wie möglich durch die Strahlung zu belasten. Entsprechend präzise sind die Planungen durch die Strahlenphysiker, die gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die Therapie vorbereiten. „Es kann schon zwei Tage dauern, bis ein Strahlenphysiker einen Bestrahlungsplan für einen Patienten fertig hat“, erklärt Dr. Vacha. Erst wenn so wenig gesundes Gewebe wie möglich durch die Strahlung getroffen wird, gibt der Mediziner den Bestrahlungsplan frei. „Es lässt sich ganz genau berechnen, welche Dosis an welcher Stelle des Körpers auftritt.“ Auch die Software, die für die Berechnung der Strahlendosis notwendig ist, hat das Krankenhaus neu angeschafft.

„Weil der neue Linearbeschleuniger den Tumor mit der Rotationstechnik bestrahlen kann – … weiterlesen »

18. Mai 2018

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