Zeitgemäß Arbeiten – DEHOGA fordert flexible Verteilung der Arbeitszeit

Vorteil für Gäste, Arbeitnehmer, Arbeitgeber

Einer der wichtigsten Gegenstände des aktuellen Tarifkonflikts in der Metall- und Elektroindustrie zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften dreht sich um die Frage, wie Arbeitszeit künftig organisiert werden kann und muss.

In diesem Zusammenhang bekräftigt der DEHOGA in Stadt/Kreis seine Forderung nach einer Flexibilisierung der Arbeitszeit – weg von einer Tages- hin zu einer Wochenhöchstarbeitszeit. „Wir möchten zusammen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die anfallende Arbeit zeitlich anders verteilen können. So wie es die EU vorsieht“, hebt Axel Tomasetti, stv. Vorsitzender der Kreisgruppe Oberbergischer Kreis, hervor. Gemäß der EU-Arbeitszeitrichtlinie dürfen maximal 48 Stunden über die Woche verteilt gearbeitet werden. „Mehr Flexibilität ist das Ziel und nicht Mehrarbeit“, unterstreicht Axel Tomasetti.

Der Hotel- und Gaststättenverband hält eine starre Höchstarbeitszeit von maximal zehn Stunden in einer Dienstleistungsgesellschaft des 21. Jahrhunderts für überholt. Eine flexible Arbeitszeitgestaltung kann dabei helfen, den geänderten Erwartungen von Arbeitnehmern, aber auch Kunden und Gästen Rechnung zu tragen. „Ein Mehr an zeitlicher Flexibilität möchten nicht nur unsere Gäste, sondern auch viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Axel Tomasetti. Eine Umstellung auf eine Wochenhöchstarbeitszeit böte z.B. die Möglichkeit, von einer Fünf- auf eine Vier-Tage-Woche umzustellen. „Flexible Arbeitszeitmodelle können helfen, den Arbeitsrhythmus dem des eigenen Lebens anzupassen.“ In Zeiten, in denen sich der Fachkräftemangel im Gastgewerbe und dort vor allen Dingen in den ländlich geprägten Regionen niederschlägt, sehen viele Gastronomen und Hoteliers in flexibleren, auf die Mitarbeiter zugeschnittenen Arbeitszeitmodellen auch eine Chance, sich als interessanter Arbeitgeber zu positionieren: „Wer seine eigene Attraktivität als Unternehmer steigern möchte, kann das nur gemeinsam mit seinen Mitarbeitern tun – nicht gegen sie“, so Axel Tomasetti abschließend.

Quelle: DEHOGA Nordrhein e.V.

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Alexandra Rüsche 5. Februar 2018