Wer die Wahl hat hat die Qual- Jobbörsen im World Wide Web

Wer vakante Stellen so schnell wie möglich mit den besten Talenten besetzen will, sollte bei der Auswahl der Jobbörse Sorgfalt walten lassen. Das ist gar nicht so leicht. Denn das Angebot an berufsrelevanten Karriereportalen ist in den vergangenen Jahren praktisch explodiert. Längst haben StepStone, Jobware, Jobscout24 oder Monster nicht mehr das Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Insgesamt stehen im deutschsprachigen Raum über 1500 Anbieter zur Auswahl.

Die einzelnen Portale unterscheiden sich nicht einmal so sehr in ihren Produkten und ihren Angeboten, umso mehr dafür aber in ihrer Ausrichtung. Denn je nach Portal werden völlig unterschiedliche Zielgruppen bedient: Fach- und Führungskräfte, Jobsuchende einer speziellen Branche oder Region beispielsweise.

Foto: ARKM

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Arbeitgeber, die Stellenanzeigen im World Wide Web schalten wollen, haben also die Qual der Wahl. Wer in einer breit aufgestellten Branche sucht, kann sich getrost an einen der Big Player wie StepStone verlassen. Das Karriereportal bedient Fach- und Führungskräfte aller Sektoren mit Jobs. Bewegt man sich als Arbeitgeber dagegen eher in einem Nischensegment, sollte die Wahl auf eine Spezialjobbörse wie Academics oder Absolventa fallen. Es gibt auch spezielle Jobbörsen für nachhaltige Jobs, Jobs aus dem Gesundheits- oder Ingenieurwesen und, und, und.

Kunden können bei der Schaltung von Stellenanzeigen in der Regel zwischen einer ganzen Bandbreite an Produkten wählen, die von der reinen Textanzeige für den schmalen Euro bis hin zu High-End-Jobinseraten reicht. Letzte sind hochindividuell für den Auftraggeber designt, kein Produkt von der Stange also. Das ist durchaus von Vorteil: Denn damit können Arbeitgeber den Templates Individualität verleihen. Die Anzeigen sind unverwechselbar und zahlen auf die Corporate Identity einer Firma ein. Das fällt Nutzern durchaus ins Auge. In einer Umfrage fand das Karriereportal StepStone etwa heraus, dass knapp 70 Prozent der Kandidaten Wert auf eine optisch ansprechende Stellenanzeige legen.

Portale wie Stepstone oder der generalistisch aufgestellte Wettbewerber Monster bieten überdies Premium-Stellenanzeigen an, die hier nochmal ein Schippchen drauflegen. Dabei handelt es sich um Jobinserate, die nicht mehr in Form des klassischen One-Pagers, sondern als eine Art Mini-Homepage daherkommen: Mit Elementen zur Navigation, so genannten Reitern. Mit dieser Form der Stellenanzeige lassen sich Inhalte übersichtlicher gliedern – mit dem Effekt der besseren Lesbarkeit. Selbstredend lassen sich auch Videos oder Bilder einbinden.

Der Kandidat dankt das in der Regel mit einer höheren Verweildauer auf der Stellenanzeige. Das kann die Chancen, die passenden Mitarbeiter zu finden, durchaus verbessern. Denn der Arbeitgeber signalisiert auf diese Weise: Unsere Bewerber sind uns so wichtig, dass wir von Anfang an in ein optimales Bewerber-Erlebnis (Candidate Experience) investieren.

Von nicht unerheblichem Effekt sind auch Re-Targeting-Module, die ebenso von diversen Jobportalen angeboten werden. So wird im Online-Marketing ein Verfahren genannt, bei dem Besucher einer Webseite „markiert“ und anschließend auf anderen Webseiten mit gezielter Werbung wieder angesprochen werden. Was früher üblicherweise von Online-Shops genutzt wurde, funktioniert nun auch beim Schalten der Stellenanzeige. Der Kunde profitiert somit vom Partnernetzwerk des Anbieters. Zwischen 100 bis 2.000 stark frequentierten Partnerseiten können auf diese Weise angesteuert werden. Na, wenn das keine Aussichten sind…

Sven Oliver Rüsche 28. Januar 2016

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