Global starten? Englisch allein genügt nicht

So mancher Start-up hat schon in der Planungsphase einen großen Kundenkreis als Zielgruppe im Visier. Nur der deutschsprachige Raum ist vielen Jungunternehmen zu wenig, darum werden Businesspläne gleich auf eine globale Anwendung ausgelegt. Derart hochgesteckte Ziele können durchaus ihre Berechtigung haben, wenn abzusehen ist, dass einerseits das Produkt oder die Dienstleistung den Anforderungen eines weltweiten Marktes entspricht und andrerseits dieser Markt auch tatsächlich bedient werden kann. Oft gehen dabei jedoch der eigene Anspruch an sich selbst und die auftretenden Anforderungen verschiedene Wege.

Viele Neugründer sehen sich mit guten Englischkenntnissen für eine weltweite Expansion gerüstet, immer in der Annahme, dass globale Geschäftspartner sich ebenso des Englischen bedienen, um Verhandlungen zu vereinfachen. Natürlich ist der so oder so englischsprachige Raum schon ein attraktiver und kapitalkräftiger Markt für sich, aber auch ein Markt mit hoher Konkurrenz. Wer etwa in den USA oder England mit einem Produkt oder einer Dienstleistung Erfolg haben möchte, muss schon etwas sehr Außerordentliches bieten.

Quelle: StartupStockPhotos/pixabay.com

In den anderen Märkten können gute Englischkenntnisse hilfreich sein, sie können aber auch zur Falle werden. So nutzen mögliche oder zukünftige Geschäftspartner gerne den Heimvorteil in der Form, dass bei Expansionsgesprächen des Start-ups in deren Land eben einfach nur die Landessprache angewendet wird. Wer beispielsweise schon einmal in Frankreich geschäftlich unterwegs war, kennt die Liebe der Franzosen zu ihrer eigenen Sprache und den Unwillen, eine andere Sprache zu benutzen. Manchmal sind es aber auch tatsächlich fehlende Englischkenntnisse in den möglichen Expansionsländern und der Neugründer muss sich nun mit absichtlich herbeigeführten oder ungewollten Verständigungsproblemen herumschlagen.

Das ist aber noch nicht alles. Am Bruttosozialprodukt gemessen ist die Europäische Union der größte zusammenhängende Markt der Welt. Ein sehr attraktiver Markt für Start-ups. Das sind aber auch 28 Staaten mit 24 Amtssprachen. Für alle Mitgliedsländer gelten die gleichen Rechte, auch in Bezug auf die jeweilige Sprache. So ist gesetzlich festgelegt, das für jedes Produkt, ob nun im Endkundenbereich oder im Business to Business, die technische Dokumentation, die CE-Konformitätserklärung, die Beschreibung und die Bedienungsanleitung in der Sprache des EU-Importlandes abzufassen und beizugeben ist. Im Grunde kann hier die Faustregel angewendet werden, das je einfacher das Produkt, desto einfacher die Übersetzung, was mitunter zu recht amüsanten Bedienungsanleitungen führt, die sicher jeder schon einmal zu lesen gezwungen war. Mit zunehmender Komplexität steigt aber auch der Anspruch an die Übersetzungen. Einerseits aus Haftungsgründen und andrerseits aus Imagegründen.

Wer sich als Start-up oder als mittelständisches Unternehmen mit dieser Problematik beschäftigen muss, sollte sich auf gds.eu informieren, welche Möglichkeiten bestehen, für die Dokumentation seiner Produkte oder Dienstleistungen korrekte Übersetzungen zu erhalten.

Dokumente zu Produkten, die sich anhören wie der Jedi Ritter Yoda in Star Wars, mögen witzig sein, bergen jedoch für Unternehmen große Risiken.

Alexandra Rüsche 24. Januar 2017

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