Deutsche Produkte für den ausländischen Markt

Viele klein- und mittelständige Unternehmen haben innovative Produkte, die am heimischen Markt absolut konkurrenzfähig sind. Doch wie sieht es mit der Tauglichkeit am internationalen Parkett aus? Mit neu entwickelten Produkten oder Dienstleistungen ins Ausland zu gehen, birgt einerseits ein großes Potential, andererseits auch gewisse Risiken. Immerhin kann man den Erfolg und die Beliebtheit in Deutschland nicht mit anderen Ländern vergleichen. Anderswo gibt es andere kulturelle Voraussetzungen, ein großes Hindernis ist oft die Sprache.

Gründliche Analyse für mehr Erfolg

Foto: Pixabay.com

Bevor man in die Expansion ins Ausland viel Geld investiert, sollte man sich zunächst einmal intensiv mit dem Markt befassen. Das Prinzip von Angebot und Nachfrage regiert immerhin den Handel. Wichtig ist zu klären, ob es im Ausland bereits ähnliche Produkte gibt. Wenn nicht, hat man es leichter, im fremden Markt zu punkten. Als nächstes sollte man sich über die besonderen Gegebenheiten im Ausland einstellen. Gibt es einen ausreichend großen Markt im fremden Land, stellt sich im nächsten Schritt die Frage, wie man die Produkte in das Ausland exportiert. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Eröffnung einer Filiale im Ausland
  • Suchen von Partnern
  • Internationale Betriebskanäle wie z.B. Amazon
  • Eigener Webshop

Egal für welche Variante man sich entscheidet, wichtig ist den Kosten-Nutzenfaktor abzuwägen. Wer einen online Handel betreibt, muss möglicherweise weniger investieren als bei anderen Vertriebskanälen. Die Eröffnung einer eigenen Filiale ist wohl das größte Risiko. Schließlich muss man hier die Kunden im Ausland beraten, Personal anstellen und ein geeignetes Büro mieten. Diese Fixkosten sind auch dann zu bezahlen, wenn das Geschäft nicht nach Wunsch läuft. Weniger Risiko geht man ein, wenn man die Waren online vertreibt. Dann sind jedoch auch einige Vorbereitungsarbeiten notwendig, die mit finanziellem Aufwand verbunden sind.

Produkte in einem Webshop vertreiben

Seitdem das Internet Einzug in fast alle Haushalte gezogen hat, wurde die Welt eindeutig internationaler. Nur wenige Mausklicks reichen aus und schon ist man in einem Geschäft, dessen Sitz sich auf der anderen Seite der Welt befindet. Wer plant, seine Waren von Deutschland aus international zu vermarkten, muss jedoch bedenken, dass die deutsche Sprache nicht überall verstanden wird. Daher macht es Sinn, den Webshop übersetzen zu lassen. Für welche Sprache man sich entscheidet, hängt natürlich davon ab, in welchen Teil der Welt man expandieren möchte. Als erste Sprache bietet sich Englisch an. Allerdings sollte man unbedingt darauf achten, dass die Übersetzung korrekt erfolgt. Die eigene Homepage ist immerhin die Visitenkarte eines jedes Unternehmens. Grammatik- und Rechtschreibfehler geben da kein gutes Bild ab. Der online Shop wirkt schnell einmal unseriös. Den Aufwand der Übersetzungsarbeiten darf man auf keinen Fall unterschätzen. Eine Homepage ist aus vielen verschiedenen Bereichen aufgebaut, die man alle für den ausländischen Markt fit machen muss, darunter:

  • Die allgemeinen Geschäftsbedingungen
  • Das Impressum
  • Die Zahlungsmodalitäten
  • Der Warenkorb
  • Die Artikelrubriken

Darüber hinaus muss man auch die Detailbeschreibungen übersetzen. Der Kunde entscheidet sich ja nur anhand der Fotos und Beschreibungen für oder gegen den Kauf eines bestimmten Artikels.

Worauf ist beim Einstieg in den internationalen Markt sonst noch zu achten?

Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für den Online Shops. Die Zahlungsmodalitäten unterscheiden sich von Land zu Land. Während man in manchen Ländern ausschließlich per Kreditkarte zahlt, will man anderswo seine Rechnungen lieber mit Überweisung begleichen. Auch PayPal zählt in vielen Ländern zu den Standards. Wenn man sich dafür entscheidet, seinen online Shop auf den internationalen Markt auszuweiten, sollte man die Versandkosten ebenfalls berücksichtigen. Der Kunde möchte immerhin genau wissen, welche Kosten für die Lieferung in das Ausland anfallen. Noch dazu kommt die Lieferzeit. Es macht einen Unterschied, ob man die Waren innerhalb von Deutschland versendet oder in das Ausland.

Fazit

Die Expansion in das Ausland will gut überlegt sein. Schließlich ist die Erweiterung des Geschäftsfeldes nicht nur mit mehr Einnahmen, sondern auch mit Ausgaben verbunden. Dazu zählen zum Beispiel die Kosten für die Übersetzung der Webseite. Dabei sollte man auf keinen Fall sparen. Die Homepage ist schließlich die beste Werbung und informiert den Kunden umfassend über das Warenangebot. Eine schlechte Übersetzung wirkt unseriös und könnte potentielle Kunden abschrecken. Darüber hinaus sollte man sich vor der Expansion genau über die Gepflogenheiten im Ausland informieren. Nicht überall schätzt man dieselben Zahlungsmodalitäten. Viele potentielle Kunden wechseln einfach in einen anderen online Shop, wenn die bevorzugte Zahlungsvariante nicht zur Auswahl steht.

Alexandra Rüsche 22. März 2018

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